Zwockel

Zwockel_7 Wochen

Rot wie ein Fuchs und einen hellen Nasenbereich kennzeichneten diesen kleinen Eichkater. Er hatte den prächtigsten Schweif von allen Hörnchen, die wir bisher ausgewildert haben.

Schon 4 Tage nach Phillips Einzug folgte “Zwockel”. Er wurde total verfloht in einer Tierarztpraxis abgegeben und dort mit “Frontline” eingesprüht.
Ich machte mir Sorgen, da es immer hieß “Frontline” sei toxisch für Hörnchen.
Im Nachinein kann ich sagen, dass es keinerlei Vergiftungssymptome gab, und ich von einigen anderen Auffangstationen erfahren habe, dass die bei Massenbefall auch schon Frontline verwendet haben.
Auch ohne Nebenwirkungen.
(Ich erhielt im Laufe der Jahre noch oft Hörnchen, die bereits in der Tierarztpraxis mit Frontline eingenebelt wuden. Keines war im Anschluss auffällig.)
Das soll nicht als Aufruf verstanden werden, dieses Produkt zu nehmen, aber die toxische Wirkung bei normaler, einmaliger Anwendung wird m. E. überbewertet. Außerdem ist Frontline “schwer wasserlöslich” und kann daher nur schlecht abgeleckt werden.
Ich möchte aber darauf hinweisen, dass ich abtupfen immer dem einsprühen vorziehen würde, damit der Sprühnebel nicht eingeatmet wird.
Dass bei leichtem Flohbefall das absammeln, (von Hand, oder mit Tesafilm), vorzuziehen ist, versteht sich von selbst.
Ich verwendete im Laufe der Jahre einmal selbst Frontline bei einem Massenbefall und auch dieses Hörnchen, zeigte keinerlei Auffälligkeiten danach.

Bei Hörnchen, die bereits zu aktiv sind, um sich länger fixieren und “absammeln” zu lassen, verwende ich Stronghold für Katzenbabys.

Phillip und Zwockel kuscheln

Zwockel kurz vor der Auswilderung...

Ein knappes halbes Jahr später zu Besuch

Aufnahme vom 20.12. 2007

4 Monate später...Zwockel ging es ausgezeichnet

Eine der letzten Aufnahmen bevor wir umzogen.5.8.2008

Zwockel knabbert am Kirschzweig

...und am 25.4.2007 in Freiheit

Aufnahme vom 05.11.2007

Maronen ...eine Delikatesse

Er war bei der Auswilderung der ersten Findelkinder 2008 dabei !

Fipsi und Little Joe waren sehr neugierig, aber gleichzeitig auch sehr vorsichtig ...
Aufnahme vom 30.04. 2008

Auch 16 Monate nach der Auswilderung kam Zwockel immer noch fast täglich vorbei. Ein Beweis dafür, dass von Hand aufgezogene Findlinge eine gute Chance haben, in Freiheit zu überleben.
Bis zu unserem Umzug in den Main-Kinzig-Kreis blieb er unser “Externes Haustier”.
Ihn und Findelkind Cindy, (die ebenfalls “treu wie Gold” war), hätten wir am liebsten eingepackt und mitgenommen. Wir haben beide wirklich sehr lange vermisst.

Der Nachbarin nahmen wir allerdings das Versprechen ab, ihm und Cindy  weiterhin Futter anzubieten. Sie sah beide Hörnchen noch eine ganze Zeit lang....