Propolis

Propolis, ein Antibiotikum der Natur!

Zahlreiche Berichte und Veröffentlichungen, sowie meine jahrelange Tätigkeit in einer Tierarztpraxis haben mich dazu veranlasst, über dieses Kittharz zu „recherchieren“, die Informationen darüber zu sammeln und hier zu veröffentlichen. Sie können die jeweiligen Artikel unter den unten aufgeführten Quellen selbst nachlesen.

Was ist Propolis?

In einem Bienenstock, dessen Temperatur im Schnitt 35 ° Grad Celsius aufweist, müsste es wegen der Aktivität der ein – und ausfliegenden Bienen von Bakterien, Pilzen und Keimen nur so wimmeln. Diese vermehren sich normalerweise explosionsartig bei Wärme.
Fakt ist aber, das es in einem Bienenstock praktisch steril ist, obwohl die fleissigen Sammler ein- und ausfliegen und auf ihrer Suche nach Blütenpollen Kontakt mit zahlreichen Mikroorganismen haben.

Propolis besteht aus Kittharz, welches die Bienen an Knospenschuppen und Baumverletzungen sammeln und dann mit eigenen Enzymen (sogenannte Inhibine) versetzen. Propolis ist wachsähnlich, wird zum abdichten offener Stellen im Bienenstock, sowie zum einbalsamieren von Insekten (Fressfeinden) verwendet. Schon in der Antike wurde Propolis zum Einbalsamieren der Toten genutzt.

Als grobe Annäherung kann man sagen, dass Propolis zu

50% Harz und pflanzlichen Balsam
30% Wachs
10% essentielle und aromatische Öle
5% Pollen und 5% verschiedene andere Substanzen

besteht
und ausserdem zahlreiche Vitamine und Spurenelemente wie Ca, K, Na, Mg, Fe, Al, P, Co, Ni, aufweist.

Propolis enthält viele unterschiedliche Substanzen, wie z.B. biologische Flavonoide (wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe, welche eine antioxidantische Wirkung haben), Terpene (Naturstoffe meist pflanzlicher Herkunft, die eine antimikrobielle Wirkung haben und antiparasitär wirken) sowie Aminosäuren.

Die enthaltenen Flavone/Flavonoide und deren Wirkung sind unter anderem:

Galangin (Bakterien u. Entzündungshemmend)
Pinocembrin (Gefäßverstärkende Wirkung)
Quercetin (antikarzinogen)

Apigenin (Zytostatisch = krankhaftes unkontrolliertes Zellwachstum hemmend - z.B. bei Krebs und Autoimmunerkrankungen)
Halangin (Entzündungshemmend, natürlich konservierend)
Rutin (Herz-Kreislauf unterstützend, Immunsystem fördernd, antibakterielle und antivirale Wirkung)
Chrysin (entzündungshemmend, Herz-Kreislauf unterstützend)
Kaffeesäureester (Entzündungshemmend)
Zusätzlich Gerbsäuren, Salizylderivate

Propolis besteht aus ca. 200 einzelnen Substanzen, je nach dem wo sich der Standort des Bienenstockes befindet und welche lokale Flora dort zu finden ist.

Die Wirkung von Propolis in der Medizin

Antimikrobielle Wirksamkeit von Propolis und Propolisinhaltsstoffen

Hierzu liegt eine Untersuchung von J. Metzner, H. Bekemeier, M. Paintz und E. Schneidewind der Sektion Pharmazie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und dem Institut für Apothekenwesen Berlin (1979 veröffentlicht) vor.

Die Befunde der Arbeitsgruppe zur antimikrobiellen Wirksamkeit des Propolis werden im Vergleich mit den Chemotherapeutika Streptomycin, Oxytetracyclin, Chloramphenicol, Nystatin, Griseofulvin und Sulfamerazin diskutiert. Die antimikrobiellen Eigenschaften dieses Naturstoffgemisches können aufgrund der Isolierung von 25 Inhaltsstoffen und der nachfolgenden Testung an Bacillus subtilis, Staphylococcus aureus, Candida albicans und Trichophyton mentagrophytes im wesentlichen den Flavonoiden Pinocembrin, Galangin, Pinobanksin, Pinobanksin-3-acetat und Sakuranetin sowie dem p-Cumarsäurebenzylester und einem Kaffeesäureestergemisch zugeschrieben werden.

Verschiedene Versuche (u.a. Plattenlochtest, Jena) haben eindeutig belegt,

das Propolis:

Antibiotisch/Antibakteriell,

Fungizid/Antimykotisch u. Protozoozid =
(Pilze, Sporen und tierische Einzeller abtötend, bzw. Pilzwachstum hemmend)

Antiparasitär (Schädlinge bekämpfend/vernichtend)

Anästhetisch (schmerzstillend ), d.h. äußerlich eine lokal anästhesierende 3 – 4 mal höhere Wirkung als Novocain hat

und sogar viruzid, (z.B. Herpesviren durch den Wirkstoff Quercinin), ist.

Die Studie ergab weiterhin, dass es die Wirkung von chemischen Antibiotika wie z.B. Neomycin, Penicillin, Terramycin, Streptomycin, und Biomyzin steigert.
Von den 25, aus Propolis isolierten Substanzen, besitzen bei Bacillus subtilis zehn, bei Staphylococcus aureus sechs und bei Candida albicans vier gute antimikrobielle Eigenschaften. Von besonderer Bedeutung ist der Einfluß des Flavanons Pinocembrin, aber auch des p–Cumarsäurebenzylesters und der Kaffeesäureester auf das Wachstum von Candida albicans.

Nach einer zusammenfassenden Betrachtung der mikrobiologischen Testung von Propolis und Propolisinhaltsstoffen im Vergleich zu Standardpräparaten kann festgestellt werden, daß einige Propolisinhaltsstoffe, insbesondere Pinocembrin, aber auch der Propolisextrakt, deutliche antimycetische Eigenschaften besitzen.

Es wurde also nachgewiesen, dass Propolis Bakterien wie, Candida albicans, Staphylokokkus aureus, Bacillus subtilus, Streptococcus pneumoniae, Streptococcus pyogenes, hämolysierende Streptococcen, und Tuberkelbazillus eliminiert.

Es wurde gleichzeitig eine Wirkung gegen grammnegative Erreger, (Klebsiella pneumoniae, Moraxella catarrhalis), und darüber hinaus eine antitumorigene bzw. selektiv toxische Wirkung gegen maligne, entartete Zellen festgestellt.

Ausserdem bildet Propolis, selbst bei dauerhafter Anwendung keine Resistenzen, bzw. Adaption der Krankheitserreger, wie so viele chemische Antibiotika.

Der Veterinärmediziner G. Borschel beschreibt eine sehr gute Wundheilung bei einer Mamatumoroperation. Bei dieser OP wurde Propolissalbe auf die Wundränder gestrichen, (bevor er die Naht vornahm), und anschliessend wurde die Endnaht erneut damit bestrichen. Eine gute und saubere Wundheilung konnte er dabei beobachten. Er verwendet ausserdem die 10% alkoholfreie Propolislösung „Proapin“.

Bisher gelang es Wissenschaftlern nachzuweisen, das bei AIDS in den Zellkulturen bestimmte Substanzen von Propolis die Vermehrung des Virus eindämmen.

Derzeit laufen Studien der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Dortmund und die Forscher haben bereits erste Hinweise darauf, dass Propolis sogar Tumore bekämpft, so zum Beispiel Neuroblastome, eine auch häufig bei Kindern auftretende Erkrankung des Nervensystems.

So gelang es dem Wissenschaftler David Diaz Caballo, Ruhr-Uni-Bochum, ein Molekül mit Antitumor-Wirkung aus Propolis aufzureinigen.

Dieses Molekül namens CLU-502 stammt ursprünglich aus dem Bienenharz des subtropischen Balsamapfels (Clusia rosea). Nun wollen die Forscher die Wirkung dieser Substanz auf Neuroblastomzellen genauer untersuchen. "Wir wissen bereits, dass CLU-502 in den Krebszellen ein Onkogen herunterreguliert, welches das Wachstum des Tumors antreibt."

Die kroatische Forscherin Nada Oršoliæ von der Universität in Zagreb und ihre Kollegen wiesen bei einer Studie an Mäusen, welche an Tumorerkrankungen litten, ebenfalls die heilende Wirkung von Bienenprodukten nach.

Nebenbei machte der russische Biologe lsintin folgende Feststellung:
Imker, die täglich Propolis kauen bzw. Propolispulver zu sich nehmen, erreichen ein ungewöhnlich hohes Alter und sind gegen Abnützungskrankheiten gefeit.

In Oxford wurde die entzündungshemmende Wirkung im Vergleich mit Acetylsalicylsäure (Aspirin) untersucht und es stellte sich heraus das Propolis die Wirkung um das doppelte übertrifft.

Derzeit beschäftigt sich der rumänisches Arzt Dr. Stefan Stangaciu explizit mit Bienenprodukten und in der Apitherapie ist er weltweit bekannt.

Ich gebe seit Jahren meinen Tieren Propolis, oral in Tabletten- oder Pulverform, sowie als Salbe auf Wunden / Hautläsionen. Nahm ich früher Bepanthen oder Betaisodonna-Salbe, so nehme ich nun hochwertige Propolis-Salbe..

Man kann Salben aus Propolis-Tinktur, (mit Alkohol und Öl) oder auch Propolispulver mit Lanolin (Wollfett) und Vaseline selbst herstellen. Rezepte gibt es hier. http://www.leaonline.com/doi/abs/10.1207/s15327914nc4702_8.)
Die Tinkturen oder Salben sollten in einem dunklen, lichtundurchlässigen Gefäß und kühl aufbewahrt werden.
Wichtig ist beim Kauf des Rohstoffes darauf zu achten, dass dieser hochwertig ist. Wenn sie Propolis als Pulver kaufen, dann möglichst reines. 100 gramm kosten z. B. bei Honig-Schmidt in Lauchringen ca. 20,00 Euro.

Bei 1 - 3 % der Menschen treten allergische Reaktionen bei der Einnahme/Anwendung von Propolis auf. Über allergische Reaktionen bei Tieren gibt es meines Wissens keine Studien.

“Meinen” Eichhörnchen bekommt es ausgezeichnet. Pepe, der kahle Stellen und Juckreiz hatte als ich ihn bekam, sah bereits eine Woche später sehr gut aus, wie man an den ersten beiden Bildern auf seiner Seite erkennen kann. Der Juckreiz verschwand !

Quellen: Bitte im extra Browser öffnen

http://www.apitherapie.de/info/index2x.html
http://www.leaonline.com/doi/abs/10.1207/s15327914nc4702_8
http://www.gesundheit-themenguide.de
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/247159.html
http://www.wdr.de/tv/service/gesundheit/inhalt/20070917/b_4.phtml
http://www.honig-schmidt.de/propolis/propolispulver.html
https://www.uni-hohenheim.de/bienenkunde/Bienenprodukte-Medizin.pdf
Deutsches Journal für Homöopathie