Pepsi  & Cher

Pepsi

Dieses kleine Mädchen wurde in einem Kindergarten gefunden, landete vorübergehend bei der Feuerwehr und kam am 6.5.2010 in unsere Station.
Danke an die BLW 3!
 

Die Finder gaben ihr zwar den Namen Odin, aber das Hörnchen ist definitiv ein Mädchen. ;-)
Ich hoffe, der Name gefällt !
 
 
 Alter ca. 6 Wochen, Gewicht 119 gramm, leichter Durchfall und starker Juckreiz. Auch wenn keine Ektoparasiten mehr zu sehen waren, (Finder hatte Flöhe abgesammelt), so bekam sie dennoch Stronghold, da ihr etwas aufgetriebener Bauch auf Wurmbefall hindeutete. Evtl. versteckte sich auch noch der ein oder andere Floh.

Pepsi hatte starken Juckreiz...

....doch der war schnell verschwunden

Ca. 1 Woche später....In Spiellaune

Pepsi hört die Kontaktrufe von “Cher”
Aufnahme 16.5.2010

Cher1

Cher zog am 16.5.2010 bei uns ein.
Die Kleine wurde im Wald gefunden. Ein weiteres Hörnchen, (Jungtier, aber größer als Cher), lag ganz in der Nähe tot auf einem Baum. Cher hopste auf die Finder zu. Es war weder das Muttertier, noch ein Kobel zu sehen. Wir wissen nicht was vorgefallen ist, vermuten aber, dass ein Marder oder Greifvogel auf Beutezug war.

 

 


Cher wog 85 gramm, war ca. 6 Wochen alt und  von eher seltener, dunklerer Färbung.
 

Sie war noch etwas schlapp.

 

Die ersten Milchmahlzeiten gab es verdünnt

Pepsi ist ca. 1 1/2 Wochen älter und deutlich größer.
Es dauerte aber nicht lange und beide blödelten miteinander

Cher_Pepsi

Die erste Zeit wurde Cher noch schnell müde...

...doch das änderte sich schon bald

Pepsi zog am 1.6.2010 ins Auswilderungsgehege um. Die jüngere Cher leistete ihr dort anfangs nur stundenweise Gesellschaft. Cher war noch ein wenig zu jung um permanent draußen zu bleiben, daher holte ich sie die erste Zeit noch gegen Nachmittag zurück ins Haus. Das anderte sich aber nach ein paar Tagen.

Während Pepsi eifrig herum turnte und Nüsse knabberte....

...war Cher noch sehr gehemmt und rief nach mir

Sie ließ mich anfangs nicht nicht aus den Augen
   (Aufgrund des trüben Wetters ging leider ohne Blitz nix)

Cher_Pepsi

Für Pepsi öffnete sich bereits am 8.6.2010 das Gehege
(Sie war soweit und zeigte deutlich, dass sie raus wollte)

Sie hat bemerkt, dass die Tür geöffnet ist

Schnell wie die Feuerwehr erkundete sie die Umgebung

3 Stunden später - Kleine Stärkung am Futterplatz

Pepsi kam nur die erste Nacht zum schlafen ins Gehege zurück.
Sie blieb aber in der Nähe und schlug sich mehrmals täglich den Bauch voll

Cher turnte unterdessen im Gehege herum

Ein paar Tage lang bekam sie noch zweimal
 täglich ein Schälchen mit Milch

Sonnenblumenkerne schmeckten aber auch schon lecker

Am 21.6.2010 öffnete sich auch für Cher das Gehege

Cher sah sich gründlich um....

...und entdeckte dann den Futterplatz

“Hast du noch ne Nuss?”

Pepsi und Cher waren anscheinend immer gemeinsam unterwegs. Kreuzte eine auf, war die andere nicht weit.
Hin und wieder stürmten beide das offen stehende Gehege um dort noch mal nach vergrabenen Nüssen zu suchen. Cher wurde etwas heller in der Färbung, Pepsi hatte sich auf Sommer eingestellt und ihre Pinsel inzwischen fast vollständig verloren.

Die Balance auf dem Tau zu halten ist gar nicht so leicht

Nachdem Cher wochenlang verschwunden war, tauchte sie plötzlich im November wieder auf. Wir freuten uns sehr zu sehen, wie gut es ihr geht.
Sie entschloss sich in de Nähe zu überwintern und schaute fast täglich wieder vorbei

War das Futter in den Futterhäuschen leer, kam sie einfach ans Fenster.
 Nicht zu übersehen! ;-)
Durch die Scheibe fotografiert, 17.11. 2010 - 5 Monate nach Auswilderung

^  Dezember 2010  v

Januar 2011

Cher ist uns weiterhin treu und hat beschlossen ihren ersten Wurf bei uns aufzuziehen !

Leider entschied sie sich die Konifere direkt neben dem alten Auswilderungsgehege als Aufzuchtplatz zu verwenden und so kann dieses Gehege zur Zeit nicht besetzt werden, denn sie scheucht alle anderen Hörnchen sehr aggressiv weg. Für Jungtiere, die dort ausgewildert würden, wäre es absoluter Stress, die Umgebung (incl. Konifere) zu erkunden und an ein Zurückkommen in den ersten Nächten nach Auswilderung wäre gar nicht zu denken. Ein denkbar schlechter Start in die Freiheit. Cher würde sie verjagen und auch der Futterplatz, der sich neben dem Gehege befindet wird zur Zeit stark verteidigt.
Wir fühlen uns einerseits geehrt, dass es Cher bei uns im Garten so gut gefällt, andererseits kann ich aus diesem Grund für die Zeit ihrer Jungenaufzucht weniger Hörnchen annehmen, da das neue Gehege nicht überbelegt werden darf. Ich musste leider schon einigen Findern absagen und sie an andere Stationen verweisen. 

Cher_Zitzen1

Man sieht deutlich die ausgeprägten Zitzen auf der einen....

Cher_Zitzen2

...und auf der anderen Seite

Wir sind gespannt, ob uns Aufnahmen “Mutter mit Kindern” gelingen.
Wir vermuten, das “Basti” der Vater des Wurfes ist.