Marlon

Marlon

Marlon kam im Alter von ca. 8 Wochen am 24.4.2009 zu uns. Er hatte eine verkrustete Nase (getrocknetes Blut), ein oberer Schneidezahn war abgebrochen, und außerdem wies sein Schweif ungefähr in der Mitte eine Fraktur auf.
Wir gehen davon aus, dass er einen schweren Sturz hatte.

Nach zwei Tagen, in denen er putzmunter war, trat urplötzlich erneut Nasenbluten auf. Etwas vom Blut muss in seine Lunge gelaufen sein, da er anschließend Atemgeräusche hatte und heftig und schwer atmete.

Er bekam sofort Antibiotika, aber wir befürchteten das schlimmste. Seine Lungenentzündung bekamen wir jedoch wider Erwarten schnell in den Griff. Aber es war fraglich, ob er ausgewildert werden konnte, da erstmal nicht abzuschätzen war, wie sehr er durch die Fraktur des Schweifes eingeschränkt war. (steuern = spingen,  klettern und „bremsen“ (Fallschirm)).

Einen Tag später.....

Freilauf im Wintergarten

Am übernächsten Tag urplötzlich Nasenbluten !

Da Eichhörnchen nicht husten können, lief wohl etwas Blut in die Lunge. Er bekam heftige Atembeschwerden, in Folge leichte Schnappatmung, verbunden mit pfeifenden Geräuschen.

Es scheint wie ein Wunder, dass er es überlebte. 3 Tage lang bekam er ein Antibiotikum. Danach war er wieder topfit und wurde so aktiv im Käfig, dass ich ihn probeweise ins Gehege setzte. Dies auch um zu sehen, wie er mit seinem Schweif zurecht kommt

Wie man sehen kann.....ausgezeichnet !.
 
 
 In diesen ca. 25 Minuten zeigte er mir, dass er sehr gut klettern und auch springen konnte.

Marlon bekam zwar noch ein paar Tage lang Milch angeboten, (die er auch gerne nahm), aber es stellte sich heraus, dass er keine Probleme beim fressen von fester Nahrung hatte.
 

Er konnte das inaktive Stück seines Schweifes sehr gut kompensieren und sprang auch weite Distanzen.

Er knabberte auch nicht daran herum, was bedeutet, das ihn das abknickende Stück nicht störte und er Gefühl darin hatte.

Marlon wurde am 6.5.2009 ausgewildert !

Die ersten 4 Nächte kam er noch zum schlafen in das Gehege und fast 3 Wochen lang sahen wir ihn täglich am Futterplatz. Wir sind sehr froh über seine positive Entwicklung und freuten uns zu sehen, dass es ihm auch noch Wochen später gut ging.

Marlon_PeeWee

Marlon nutzte nicht nur das draussen angebotene Futter, sondern bediente sich auch noch im offenen Gehege

Treffpunkt am Futterplatz - Marlon schleicht sich von oben an Lilly heran...

Pee Wee, der ein paar Wochen vor Marlon ausgewildert wurde, nutzte ebenfalls die Chance und so trafen sich beide drinnen am Fressnapf

....und angelt sich ein Apfelstückchen
Aufnahmen vom 17.5.2009